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Informationsblatt

 

Parvovirose

Symptome dieser Viruskrankheit, die vor allem Welpen heimsucht, sind blutige Durchfälle, begleitet von Dehydrierung, Kraftlosigkeit und Erbrechen. Der Parvovirus nistet sich im Darm des Hundes ein. Die Körpertemperatur beginnt im Anfangsstadium abzusinken. Abhängig von Alter und Zustand des Hundes und der Aggressivität des jeweiligen Virenstammes variiert der Schweregrad. Die Behandlung erfolgt grundsätzlich durch den Tierarzt. Durchfallmittel, Vitamin K und vor allem eine starke Zugabe von Flüssigkeit durch Infusionen können sehr effektiv sein. Präventiv sollte man seinen Hund dagegen impfen, beginnend im frühen Welpenalter.

Leptospirose

Diese Infektionskrankheit befällt Hunde jeden Alters, aber am häufigsten Rüden. Sie äußert sich durch Fressunlust, Erbrechen und Fieber. Im  fortgeschrittenen Stadium kommen Bindehautentzündung, Gelbsucht und Magen-Darm-Entzündung hinzu. Durch die vermehrte Harnabgabe kann Leptospirose zu einer Nierenentzündung und Nierenversagen führen. Deswegen ist eine schnelle Behandlung durch den Tierarzt wichtig. Hoch dosierte Antibiotika, begleitet von einer unterstützende Behandlung der Symtome, haben sich als Therapie bewährt. Es ist unbedingt zu empfehlen, seinen Hund gegen die Erreger impfen zu lassen. Allerdings deckt das Impfserum nur einen Teil der verschiedenen Bakterienstämme ab.

Ansteckende Leberentzündung

Hepatitis ist für Mensch und Tier lebensgefährlich. Bei einer auf Hunde spezialisierten Form (Hepatitis contagiosa canis H.C.C.) wird der Virus über Kot, Harn oder Nasensekret ausgeschieden und kann über Monate infektiös bleiben. Denkt man an die Lust der Hunde auf die Hinterlassenschaften von anderen, so wird deutlich, dass der Virus einen für Tiere idealen Übertragungsweg gefunden hat. Am Anfang der Infektion stehen Fieber, Appetitlosigkeit, Bewegungsunlust und gesteigerter Durst. Je nach Verlaufsform treten dann Bauchschmerzen, Duchfall, Erbrechen, Ausfluss aus Nase und Augen auf. Die Leberschädigung kann aber auch zu Störungen in der Blutgerinnung verursachen, die zu Unterhautblutung am Unterbauch führen kann. Es können nur die Symptome behandelt werden, so dass eine frühe grundimmunisierung und eine jährliche Auffrischung wichtig sind.

Zwingerhusten

Als Zwingerhusten bezeichnet man eine ansteckende Infektion der oberen Atemwege bei Hunden. Vor allem die Luftröhre (Trachea) und die Bronchien des Hundes sind betroffen (infektiöse Trachea-Bronchitis). Der Zwingerhusten beim Hund entsteht durch eine Infektion mit Viren und Bakterien. Typisch für den Zwingerhusten ist ein starker "bellender" Husten, der einige Wochen anhält.

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der ersten Symptome vergehen ebim Zwingerhusten wenige Tage bis hin zu einem Monat. Das Hauptsymptom von Zwingerhusten, der durch eine Infektion mit Viren entsteht, ist immer wiederkehrender trockener Husten beim Hund. Er hustet schnell, vor allem, wenn Druck auf die Luftröhre ausgeübt wird (z.B. beim Führen an der Leine). Das allgemeine Befinden des Hundes ist vielfach nicht beeinträchtigt. Wird die Infektion durch Bakterien verursacht, leidet der betroffene Hund eher an feuchtem Husten, rasselnden Atemgeräuschen sowie Augenausfluss und Niesen. Weitere Symptome sind in diesem Fall Mandelentzündung, schnupfen und Fieber. Vor allem nchts kommen die Tiere kaum zur Ruhe und der Rachen ist verschleimt, weshalb betroffene Hunde sich oft weigern zu trinken. Eine mögliche -wenn auch eher seltene- Komplikation kann eine Lungenentzündung sein.

Staupe

Der Erreger, das Staupe-Virus, wird über den Kontakt zu erkrankten Tieren und deren Ausscheidungen (Urin, Kot, Nasensekret etc.) übertragen. Das Virus kann -je nach Bedingung- bis zu einigen Tagen in der Aussenwelt überleben. So sind unter Ümständen auch Decken, Körbchen und weitere Gegenstände im Umfeld eines Hundes infektiös.

Die Staupe kann sich an verschiedenen Organen des Hundes manifestieren, sodass Symptome in unterschiedlichen Bereichen auftreten:

- Magen-Darm-Trakt: Erbrechen, Fressunlust, Durchfall.

- Atemwege: Eitriger Nasenausfluss, Husten, Atemnot

- Gehirn und Nerven: Epileptische Anfälle, Lähmungen

- Haut: Verhornung von Nase und Zehenballen (Hard Pad Disease)

Die Symptome der Staupe beim Hund treten gemeinsam, einzeln oder nacheinander auf; ein genauer Verlauf lässt sich nicht voraussagen. Zusätzlich kommen oftmals hohes Fieber und Abgeschlagenheit hinzu. Eine Staupe-Erkrankung verläuft unterschiedlich schwer- besonders stark betroffen sind häufig ungeimpfte oder geschwächte Welpen. Nicht selten endet die Staupe tötlich.

Tollwut

Die Tollwut (Rabies, Lyssa) ist eine durch Viren übertragbare Krankheit, mit der sich neben Hunden und anderen Tieren auch Menschen infizieren können (Zoonose). Die Tollwut kommt in Deutschland nur sehr selten vor. Nach dem Ausbruch der Krankheit kommt es zunächst zu Veränderungen im Verhalten (z.B. Angstzustände, Nervosität) des Hundes. Im späteren Verlauf zeigt der Hund ein aggressives Verhalten und allgemeine Unruhe, bevor im letzten Stadium der Krankheit Lähmungserscheinungen auftreten. Der Hund stirbt kurz darauf and den Folgen der Tollwut. Einmal ausgebrochen, endet die Krankheit immer tötlich. Mittels einer Impfung lässt sich der Ausbruch der Tollwut jedoch verhindern.

Je nach dem, wo der Hund gebissen wurde, variiert die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch. Denn je länger der Weg ins zentrale Nervensystem ist, desto mehr Zeit vergeht, bis die ersten Symptome auftreten.

Die Tollwut verläuft in drei Phasen:

1. In der ersten sogenannten Prodromal-Phase verändert sich das Verhalten.

2. In der zweiten Phase der Exzitationsphase zeigt sich die Wut.

3. Im dritten Stadium dem Paralysestadium leidet der Hund unter Lähmungserscheinungen und stirbt schließlich.

Alle Stadien beziehungsweise Symptome der Tollwut dauern wenige Tage an, treten nicht in jedem Fall verbindlich auf und können sich überschneiden.

Bitte achten Sie darauf, dass ihr Hund die erforderlichen Impfungen auch weiterhin erhält. Ihr Tierarzt wird Sie gern beraten, zum Wohl Ihres Tieres.


 
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